Ankerland TraumaTage 2026
Präsenz und online
Im Jahr 2026 feiert das Trauma-Therapiezentrum sein 10-jähriges Bestehen. Diesen Anlass möchten wir nutzen, um das Thema „Früheste psychische Traumatisierung – eine verkannte Wirklichkeit?“ in den Fokus einer großen Jubiläums-Fachtagung zu rücken.
Was 2011 unter der Schirmherrschaft des damaligen Ersten Bürgermeisters der Freien und Hansestadt Hamburg, Olaf Scholz, begann, hat sich zu einer etablierten interdisziplinären Fachveranstaltung entwickelt. Nach Stationen in den Jahren 2011, 2013 und 2018 kehren die TraumaTage nun zurück – mit einem klaren Blick auf Gegenwart und Zukunft der Traumatherapie.

Eckdaten der Veranstaltung:
- Datum:
Donnerstag, 19.11.2026, 9:00 Uhr – 18:00 Uhr
- Thema:
"Früheste psychische Traumatisierung – eine verkannte Wirklichkeit?“
- Akkreditiert durch LÄK und LPK
- Ort:
Helmut Schmidt Auditorium – Bucerius Law School
Jungiusstraße 6 · Hamburg
Präsenz und online
- Zielgruppe:
Fachpublikum, interessierte Öffentlichkeit, Medien sowie Betroffene
Sie haben Fragen?
Dann schreiben Sie uns eine E-Mail an: trauma-tage@ankerland.de
Die 4. TraumaTage 2026 widmen sich frühester Traumatisierung und den neurobiologischen, psychischen und körperlichen Langzeitfolgen.
Oft bleiben frühe seelische Verletzungen unerkannt. Ohne frühzeitige und geeignete Behandlung können sie die seelische und körperliche Entwicklung sowie die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben von Kindern und Jugendlichen langfristig beeinträchtigen.
Führende Expertinnen und Experten aus Medizin, Psychologie, Neurowissenschaften und Therapie beleuchten das Thema interdisziplinär.
Im Mittelpunkt stehen folgende Fragen:
- Welche Auswirkungen haben früheste Belastungserfahrungen?
- Ab welchem Lebensalter können Trauma-Folgestörungen entstehen?
- Welche Erkenntnisse liefert die neurobiologische Forschung?
- Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für Versorgung und Therapie?
Die Fachtagung lädt dazu ein, früheste Traumatisierungen und ihre Folgen besser zu verstehen und neue Perspektiven für Prävention, Unterstützung und Versorgung zu entwickeln.

Ticketpreise
Präsenz
- Frühbucherrabatt: 149 € inkl. Verpflegung - AUSVERKAUFT
- Regulär: 199 € inkl. Verpflegung
Online
- Frühbucherrabatt: 129 €
- Regulär: 149 €
Sie haben Fragen?
Dann schreiben Sie uns eine E-Mail an: trauma-tage@ankerland.de
Teilnahme- und Stornobedingungen
Mit der Anmeldung ist die Teilnahme verbindlich. Eine Stornierung und Erstattung der Teilnahmegebühr ist ausgeschlossen.
Bei Nichtteilnahme besteht kein Anspruch auf Erstattung. Eine Teilnahmebestätigung wird nach erfolgter Teilnahme ausgestellt.
Als Mitglied im Freundeskreis Ankerland sparen Sie 20 %
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Mit der Bestätigungs-E-Mail zu Ihrer Freundeskreis-Mitgliedschaft erhalten Sie den Link zur Bestellung Ihres vergünstigten Tickets für die TraumaTage 2026.
Programmablauf Ankerland TraumaTage 2026
19. November 2026 | Bucerius Law School Hamburg
Begrüßung und Einführung
09:00 Uhr · Dina Hille
Moderatorin, NDR Hamburg
Begrüßung
09:05 Uhr · Ties Rabe
Vorstand Ankerland e. V., Schulsenator a. D.
Ansprache
09:15 Uhr · Dr. Andreas Krüger
Stiftung Ankerland Trauma-Therapiezentrum Hamburg
Einführung
„Früheste Traumatisierung – blinder Fleck in Klinik und Forschung“
Vorträge am Vormittag
09:35 Uhr · Prof. Dr. Sonja Entringer
Charité, Universitätsmedizin Berlin
„Pränataler Stress und frühe Traumatisierung: Psychobiologische Einbettung und langfristige Folgen für Gesundheit und Krankheit“
10:30 Uhr · Pause
11:00 Uhr · Prof. Dr. Hans J. Markowitsch
Universität Bielefeld
„Gedächtnis, Gehirn, Trauma und frühe Kindheit“
11:55 Uhr · Prof. Dr. Ulrich T. Egle
Psychosomatische Medizin, Freiburg
„Gesundheitliche und sozioökonomische Langzeitfolgen früher Stressbelastungen in der Kindheit“
12:50 Uhr · Mittagspause
Vorträge am Nachmittag
13:50 Uhr · Prof. Dr. Karl Heinz Brisch
Paracelsus Medizinische Privatuniversität, Salzburg
„Bindungstraumatisierungen und stationäre Intensiv-Behandlung von Kindern und Jugendlichen“
14:45 Uhr · Dr. Marianne Eberhard-Kaechele
Deutsche Sporthochschule Köln
„Spuren im Körper: Tanz- und Körpertherapie bei vorverbalen, nicht-bildhaft erinnerbaren Traumata“
15:40 Uhr · Pause
16:10 Uhr · Dr. Andreas Krüger
Stiftung Ankerland Trauma-Therapiezentrum Hamburg
„Zwischen diagnostischem Dilemma und klinischer Wirklichkeit: Früheste Traumatisierungen erkennen und behandeln“
Podiumsdiskussion und Abschluss
17:05 Uhr · Podiumsdiskussion
17:50 Uhr · Dina Hille
Resümee
17:55 Uhr · Dr. Andreas Krüger
Schlusswort
18:00 Uhr · Offizielles Ende der Veranstaltung
Programmablauf als PDF-Datei
Inhalte der Vorträge (Abstracts)
Pränataler Stress und frühe Traumatisierung:
Psychobiologische Einbettung und langfristige Folgen für Gesundheit und Krankheit
Prof. Dr. Sonja Entringer
Charité, Universitätsmedizin Berlin
Frühe Stresserfahrungen – von pränatalen Belastungen über Misshandlung, Missbrauch und Vernachlässigung bis hin zu anderen aversiven Kindheitserfahrungen – können die Vulnerabilität für psychische und somatische Erkrankungen über die gesamte Lebensspanne nachhaltig prägen. Besonders während der frühen Entwicklung ist die Plastizität des Gehirns und anderer physiologischer Systeme hoch ausgeprägt. Erfahrungen in diesen sensiblen Entwicklungsphasen können daher langfristige Veränderungen in der Stressregulation und Anpassungsfähigkeit des Organismus hinterlassen und zur biologischen Einbettung eines erhöhten Krankheitsrisikos beitragen.
Der Vortrag gibt einen Überblick über ausgewählte Studien zur frühen Programmierung von Gesundheit und Krankheit. Im Mittelpunkt stehen psychobiologische Mechanismen, über die Belastungen auf unterschiedlichen Regulationsebenen wirksam werden. Betrachtet werden unter anderem Veränderungen der neuroendokrinen, immunologischen und metabolischen Regulation, epigenetische Prozesse sowie Mechanismen der Zellalterung und andere molekulare Signaturen. Dabei wird auch die Frage aufgegriffen, wie sich mütterliche Stressbelastungen bereits während der Schwangerschaft auf den sich entwickelnden Fötus übertragen und damit möglicherweise über Generationen hinweg wirksam werden können.
Die Befunde verdeutlichen, dass frühe Stresserfahrungen nicht lediglich psychische Folgen haben, sondern tief in biologische Regulationsprozesse eingebettet werden können. Gleichzeitig sind diese Prozesse nicht zwangsläufig irreversibel: Resilienz, positive Entwicklungsbedingungen und veränderbare biologische Mechanismen eröffnen Ansatzpunkte für Prävention und Intervention.
Gedächtnis, Gehirn, Trauma und Kindheit
Hans J. Markowitsch
Physiologische und Neuropsychologie, Universität Bielefeld
Es wird der Frage nachgegangen, wie sich Stress und Trauma(ta) auf die kindliche Entwicklung auswirken. Hierzu wird zuerst auf die normale kindliche Entwicklung eingegangen, wobei Notwendigkeit und Vorzüge adäquater frühkindlicher und kindlicher Stimulation herausgestrichen werden. Eingegangen wird auf genetische und epigenetische Faktoren sowie auf relevante neuronale und soziale Variablen. Folgen kindlicher Traumata werden als möglicherweise transgenerationale Einwirkungen auf das Individuum diskutiert und Veränderungen genetischer gegenüber behavioraler Anteile an der kindlichen Entwicklung erläutert. Langfristige Konsequenzen von nicht bewältigtem Stress werden mit psychiatrischen Krankheitsbildern – insbesondere dissoziativen Störungen – in Verbindung gebracht. Diese stellen deswegen ein besonders schwerwiegendes Krankheitsbild dar, weil sie insbesondere das episodisch-autobiographische Gedächtnis betreffen und damit auch das Selbstbild einer Person verändern. Auch kommt es regelhaft zu Veränderungen auf Hirnebene, die die Synchronisation von Emotion und Kognition blockieren und somit wiederum gerade persönliche Erlebnisse und Ereignisse betreffen, während neutrales Faktenwissen in der Regel unbeeinträchtigt bleibt.
Gesundheitliche und sozioökonomische Langzeitfolgen früher Stressbelastungen in der Kindheit
Ulrich T. Egle
Freiburg und CH-Kilchberg/Zürich
Frühe Stresserfahrungen in der Kindheit erhöhen nicht nur das Risiko für zahlreiche psychische Störungen, sondern auch für schwerwiegende körperliche Erkrankungen im Erwachsenenalter erheblich. Vermittelt durch gesundheitliches Risikoverhalten kann dies auch zu einer deutlich reduzierten Lebenserwartung führen. Die kumulative Erfassung früher Stressfaktoren wird zunehmend von einer dimensionalen abgelöst, bei der inhaltlich zwischen Bedrohungserleben und Vernachlässigung differenziert wird. Aufgrund unterschiedlicher neurobiologischer Mechanismen hat dies auch Folgen für die Therapieplanung. Bei der Klärung des individuellen Risikos ist die Berücksichtigung kompensatorisch wirksamer Schutzfaktoren erforderlich. Am wichtigsten ist dabei eine verlässliche und einfühlsame Hauptbezugsperson – in Kindheit und Jugend ebenso wie im Erwachsenenalter.
Risikogruppen sind Familien, bei denen Eltern durch Fürsorge und Erziehung überfordert („parental burnout“) oder durch eine psychische Erkrankung in ihrer elterlichen Rolle stark beeinträchtigt sind.
Die gesundheitlichen Langzeitfolgen früher Stresserfahrungen führen zu erheblichen volkswirtschaftlichen Kosten (in D ca. 3,4% des BIP), was für die Durchführung spezifischer Präventionsmaßnahmen spricht. Dem wird bisher politisch nicht hinreichend Rechnung getragen.
Bindungstraumatisierungen und stationäre Intensiv-Behandlung von Kindern und Jugendlichen
Prof. Dr. Karl Heinz Brisch
Paracelsus Medizinische Privatuniversität, Salzburg
Die Entwicklung einer sicheren emotionalen Bindung eines Kindes an seine Eltern wird heute als ein bedeutender Schutzfaktor in der kindlichen Entwicklung betrachtet. Bindungssichere Menschen haben ein grundlegendes Gefühl von Urvertrauen verinnerlicht, von dem aus sie selbstwirksam und neugierig die Welt erkunden können. Was passiert mit uns, wenn wir schon im Säuglings- und Kleinkindalter traumatische Erfahrungen erleben und dadurch unser Gefühl von emotionaler Sicherheit tiefgreifend erschüttert wird? Welche psychischen Erkrankungen bis zu schweren Bindungsstörungen können hierdurch bei uns ausgelöst werden? Wie sieht eine bindungsorientierte stationäre Therapie aus? Was können Eltern und ErzieherInnen tun, um traumatisierte Kinder im Alltag positiv zu begleiten und Ihre Entwicklung zu unterstützen? Gibt es Möglichkeiten zur Prävention?
Kurz-Vita des Referenten:
Univ.-Prof. Dr. med. Karl Heinz Brisch, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin, Neurologie. Psychoanalytiker für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Gruppen.
Er war Vorstand des weltweit ersten Lehrstuhls für Early Life Care und des Forschungsinstituts an der PMU in Salzburg und leitete die Abteilung Pädiatrische Psychosomatik und Psychotherapie am Dr. von Haunerschen Kinderspital der Universität München. Klinische Tätigkeit und Forschung zur frühkindlichen Entwicklung, Psychotherapie von bindungstraumatisierten Menschen in allen Altersgruppen und Entwicklung der bindungsorientierten Präventionsprogramme SAFE und B.A.S.E.
Ausgewählte Publikationen:
Bindungstraumatisierungen (2017), Bindungsstörungen. Von der Bindungstheorie zur Beratung und Therapie. 20. erweiterte und überarbeite Auflage. (2023). Trauma und Bindung zwischen den Generationen: Vererbte Wunden und Resilienz in Therapie, Beratung und Prävention. Stuttgart: Klett-Cotta. (2022). Reihe Bindungsbasierte Beratung und Therapie (in verschiedenen Altersgruppen: Band 1-5) alle bei Klett Cotta, Stuttgart
Spuren im Körper:
Tanz- und Körpertherapie bei vorverbalen, nicht-bildhaft erinnerbaren Traumata
Dr. rer. medic. Marianne Eberhard-Kaechele
Deutsche Sporthochschule Köln
In der Medizin galt lange die Annahme, dass Säuglinge und Kleinkinder traumatische Erfahrungen nicht erinnern können, weil ihnen die sprachliche Ausdrucksfähigkeit fehlt. Neuere trauma- und neurobiologische Forschung zeigt jedoch, dass frühe Traumata somatisch, sensomotorisch und relational erinnert werden. Babys und Kleinkinder drücken ihre impliziten Erinnerungen über Körperreaktionen, Sinneswahrnehmung, Motorik und nonverbale Interaktionsmuster aus.
Neurosequenzielle Modelle betonen, dass Interventionen jene Hirnregionen ansprechen müssen, die zum Zeitpunkt des Traumas aktiv waren. Für frühe Traumata sind dies vor allem Hirnstamm und Diencephalon – Strukturen, die keine verbale Sprache „verstehen“, sondern Rhythmus, Bewegung, Berührung und soziale Resonanz. Positive Erfahrungen von Sicherheit und Ko-Regulation von Emotionen und Verhalten sind daher zentral für die therapeutische Wirkung.
Die Tanztherapie bietet hierfür ein besonders geeignetes Setting: Sie arbeitet mit einem differenzierten Repertoire nonverbaler Interaktionsformen und nutzt kinästhetische Empathie als Grundlage der Beziehungsgestaltung. Mittels Bewegungsanalyse nach Laban oder Kestenberg lassen sich die Bewegungs-, Haltungs- und Rhythmusmuster der Kinder präzise erfassen und Interventionen entsprechend der hierarchischen Entwicklung des Nervensystems gestalten. Musik, Rhythmus und Requisiten stimulieren vorsprachliche Sinneskanäle und ermöglichen szenischen Ausdruck.
Körperbasierte Werkzeuge unterstützen Kinder darin, Sicherheit, Autonomie und Körperbewusstsein aufzubauen – zentrale Voraussetzungen für die Behandlung früher Traumata.
Literatur:
Eberhard-Kaechele, M., Goll-Kopka, A. Bridging the Chasm and Calming the Storm: The Relational Perspective on Dance/Movement Therapy for Trauma. In: R. Dieterich-Hartwell, & A.M. Melsom (Eds.) (2022) Dance/Movement Therapy for Survivors of Trauma: Theoretical, Clinical, and Cultural Perspectives. New York: Routledge, p.59-80.
Zwischen diagnostischem Dilemma und klinischer Wirklichkeit:
Früheste Traumatisierungen erkennen und behandeln
Dr. Andreas Krüger
Stiftung Ankerland Trauma-Therapiezentrum Hamburg
Ab welchem Lebensalter kann die Psyche traumatisiert werden? Woran erkennt man früheste Traumatisierungen, und wie beeinflusst traumatischer Stress die Entwicklung von Bindungs- und Beziehungsmustern? Ab wann lässt sich eine Trauma-Folgestörung diagnostizieren, und welche Behandlungskonsequenzen ergeben sich je nach Alter der Patientinnen und Patienten?
Bislang gibt es nur begrenzte Erkenntnisse zu frühesten Traumatisierungen und ihren Folgen. Kinder erhalten meist mehrere trauma-unspezifische Diagnosen und werden symptomatisch behandelt, obwohl die meisten, oft komplexen Traumatisierungen bereits vor dem Schulalter stattfinden.
Die Stiftung Ankerland widmet sich mit einem Schwerpunkt der Behandlung von jungen Menschen mit frühen Traumatisierungen. Der Vortrag zeigt aus der praktischen Erfahrung, wie sich Trauma-Folgestörungen bei Kindern vor dem Schulalter diagnostizieren lassen und welche therapeutischen Konsequenzen daraus folgen. Zudem regt er Forschung zu einer entwicklungsbezogenen Trauma-Diagnostik im frühesten Lebensalter an.
Die Geschichte der Ankerland TraumaTage
2011
Der Anfang: Sichtbarkeit schaffen
Mit den ersten Ankerland TraumaTagen unter der Schirmherrschaft des damaligen Ersten Hamburger Bürgermeisters Olaf Scholz setzte Ankerland 2011 ein starkes Zeichen gegen Jugendgewalt und für den Schutz traumatisierter Kinder und Jugendlicher. Unter dem Motto „Hamburg, wach auf!“ entstand erstmals eine Plattform für Betroffene, Fachpublikum und Öffentlichkeit, um über Traumatisierung, Prävention und therapeutische Hilfe ins Gespräch zu kommen.
2013
Vertiefung und Vernetzung
Die TraumaTage 2013 knüpften an den großen Bedarf an fachlichem Austausch an. Der Fokus lag auf der stärkeren Vernetzung von Medizin, Psychotherapie, Pädagogik und Jugendhilfe – mit dem gemeinsamen Ziel, traumatisierten Kindern frühzeitiger und wirksamer helfen zu können.
2018
Trauma im gesellschaftlichen Kontext
2018 rückten die TraumaTage die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen stärker in den Mittelpunkt. Themen wie Flucht, Gewalt und chronische Belastungen zeigten, wie wichtig ein traumasensibles Umfeld ist – nicht nur in der Therapie, sondern auch in Schule, Familie und Gesellschaft.
2026
10 Jahre Ankerland & Fachtagung „Früheste Traumatisierung – eine verkannte Wirklichkeit?“
Am 19. November 2026 finden die Ankerland TraumaTage erneut statt. Sie knüpfen an die bisherigen Erfahrungen an und richten den Blick nach vorn: auf aktuelle Herausforderungen in der Traumatherapie, neue wissenschaftliche Erkenntnisse und die Frage, wie Kinder und Jugendliche in einer komplexen Welt nachhaltig gestärkt werden können.
Vergangene Expert:innen und Tagungsthemen:
- Dr. Andreas Krüger, medizinischer Leiter und Gründer von Ankerland, Trauma-Therapiezentrum für Kinder und Jugendliche/Thema: Traumatherapie hilft – Anforderungen an die Versorgungslandschaft
- Dr. Christian Böhm, Leiter der Beratungsstelle Gewaltprävention des Landesinstituts für Lehrerbildung und Schulentwicklung, Hamburg/Thema: Verschlossen, verstört und aggressiv – die potentiellen Verlierer des Systems
- Prof. Dr. Peter Wetzels, Universität Hamburg Kriminalwissenschaften/Thema: Beziehungsgewalt
- Prof. Dr. Hubertus Lauer, Deutscher Kinderschutzbund/Thema: Kinderschutz
- Prof. Dr. Hans Markowitsch, Universität Bielefeld, Fakultät für Psychologie und Sportwissenschaft/Thema: Mikroverletzungen im Gehirn – die nachweisbaren Folgen von Extremstress auf die Gehirnfunktion
- Prof. Dr. Silke Gahleitner, Alice Salomon Hochschule Berlin/Thema: Trauma und Bindung – gestörte Beziehungen und die Folgen
- Prof. Dr. Dr. Gerhard Roth, Universität Bremen/Thema: Hirnforschung
- Prof. Dr. Andreas Maercker, Universität Zürich/Thema: Psychische Erkrankungen im Erwachsenenalter als Folge kindlicher Traumatisierung - Langes Leiden an sich selbst und Leid für die soziale Umgebung
- Prof. Dr. med. Ingo Schäfer, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, UKE/Thema: Trauma und Suchtbeziehungen
- Prof. Dr. med. Ulrich T. Egle, Ärztlicher Direktor Celenus Psychosomatische Fachklinik Freiburg GmbH/Thema: Unversorgte seelische Verletzungen im Kindesalter – die lebenslangen Folgen für Psyche, Körper und die Gesellschaft
- Nicole Alich, Kunsttherapeutin, Kunsthochschule Berlin-Weißensee/Thema: Kunst und Heilung bei Trauma